🧱 Pflasterarbeiten 1 Min. LesezeitStand: 2026/04

Unkraut zwischen Pflastersteinen dauerhaft entfernen

Fugenunkraut loswerden: Methoden im Vergleich, was wirklich hilft und was verboten ist.

Fachlich geprüft von Y&H Außenanlagen

Warum wächst Unkraut in Pflasterfugen?

Unkraut in Pflasterfugen ist kein Zeichen schlechter Arbeit. Samen werden durch Wind, Vögel und Schuhe eingetragen und keimen in dem feinen Substrat, das sich in jeder Fuge ansammelt (Staub, Moos, organisches Material).

Begünstigende Faktoren:

  • Offene oder ausgespülte Fugen — bieten Platz für Wurzeln
  • Schattige, feuchte Bereiche — ideales Klima für Moos und Unkraut
  • Seltene Nutzung — wenig begangene Flächen verunfugen schneller

Methoden im Vergleich

MethodeWirkungAufwandKostenBewertung
Fugenkratzer / BürsteMechanisch, sofort sichtbarHoch (Handarbeit)GeringGut für kleine Flächen
Heißwasser (98 °C)Zerstört Pflanzenzellen bis zur WurzelMittelMittelSehr effektiv, umweltfreundlich
AbflammgerätVerödet durch HitzeMittelMittelGut, aber Vorsicht bei Trockenheit
HochdruckreinigerSpült Unkraut + Fugenmaterial ausHochGeringNur mit anschließender Neuverfugung sinnvoll
Fugensand (wasserabweisend)Verhindert NeuansiedlungMittelMittelBeste Langzeitlösung für ungebundene Fugen
Fugenmörtel (gebunden)Dauerhaft dichtHochHochProfi-Lösung, fast unkrautfrei

Was ist verboten? Vorsicht bei Hausmitteln!

Viele Hausmittel-Tipps im Internet sind illegal:

  • Essig und Salz auf versiegelten Flächen — Verstoß gegen das Pflanzenschutzgesetz (§ 12 PflSchG). Bußgeld bis 50.000 €!
  • Roundup / Glyphosat auf Wegen und Plätzen — auf befestigten Flächen verboten, da es in die Kanalisation gelangt

Erlaubt sind nur mechanische, thermische und biologische Methoden auf befestigten Flächen. Im Zweifelsfall: Profis beauftragen.

Die dauerhafte Lösung: Richtig verfugen

Wer Unkraut dauerhaft loswerden will, muss die Fugen schließen:

  1. Altes Fugenmaterial auskratzen (Fugenkratzer oder Hochdruck)
  2. Fläche trocknen lassen (mind. 24 h bei trockenem Wetter)
  3. Neues Fugenmaterial einkehren:
    • Unkrauthemmender Fugensand (z.B. Dansand) — günstig, wasserabweisend, verhindert Keimung
    • Fugenmörtel (z.B. PCI Pavifix oder GftK vdw) — dauerhaft fest, praktisch unkrautfrei
  4. Einkehren und einschlämmen — Fugenmaterial wird mit Wasser eingespült
  5. Reste absaugen / abkehren bevor der Mörtel aushärtet

Profi-Tipps

  • Heißwasser aus dem Wasserkocher ist die einfachste und umweltfreundlichste Methode für kleine Flächen.
  • Nach dem Hochdruckreinigen immer neu verfugen — sonst wächst das Unkraut doppelt so schnell nach.
  • Unkrauthemmender Fugensand muss nach starkem Regen ggf. nachgekehrt werden — halten Sie immer einen Sack bereit.
  • Bei großen Flächen (ab 50 m²) lohnt sich die professionelle Heißwasser-Behandlung mit Spezialgeräten.

Häufige Fragen

Hilft Essig gegen Unkraut in Fugen?

Ja, Essig tötet Unkraut. Aber: Auf befestigten Flächen (Pflaster, Wege) ist der Einsatz von Essig und Salz zur Unkrautbekämpfung nach § 12 PflSchG verboten. Es drohen Bußgelder bis 50.000 Euro.

Wie oft muss ich Fugenunkraut entfernen?

Bei unbehandelten Fugen: alle 4–6 Wochen in der Wachstumssaison. Mit unkrauthemmendem Fugensand: 1–2x pro Jahr nachkehren. Mit Fugenmörtel: praktisch wartungsfrei.

Kann man Pflasterfugen nachträglich mit Mörtel verschließen?

Ja. Spezielle Pflasterfugenmörtel werden einfach eingekehrt und eingeschlämmt. Wichtig: Die Fugen müssen vorher mindestens 2 cm tief ausgekratzt und die Fläche trocken sein.

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